Biotopgestaltung

 

Leitprojekt aus dem Bereich „Natur und Umwelt“

Projektname: Biotopgestaltung
Projektziel: Nachhaltig wirksame Gestaltung der natürlichen Landschaft unserer Region für eine Erhöhung der Attraktivität von Stadt und Dörfern als Wohn- und Gesundheitsstandort
Strategien: Aufwertung von Natur- und Gewässerschutz auch für touristische Zwecke sowie als Angebot für Patienten und deren Angehörige der hiesigen Kliniken

konkrete Maßnahmen sind z.B.:

  • Renaturierung zentraler Gewässer: Gande, Meine, Eterna etwa durch Aufweitung des Bachquerschnittes u.a. Maßnahmen, evtl. Verbindung von Fließ- und stehenden Gewässern im Bereich der Osterbergseen; durch Absenkung und Modellierung des Uferbereichs soll mindestens die Gande im Bereich der Füllekuhle erreichbarer und erlebbarer gemacht werden
  • Koppelwiese: Beobachtungsturm und Holzstege, um das Gelände erlebbar zu machen; gezielte Maßnahmen zur dauerhaften Ansiedlung geeigneter Tierarten (z.B. Eisvogel, Schellente)
  • Naturlehrpfade, z.B. Lahberg, Koppelwiese, Hagenbergpark, Cluswald, Skulpturenweg – möglicherweise auch in Vernetzung miteinander
  • Wiederherstellung und Erhalt des Magerrasen-Biotops auf dem Lahberg
  • Begleitgrün, Heckenstreifen, Obstbaum-Allee, etc.

Die bereits vorliegenden Anregungen aus der Bewerbung für die Landesgartenschau (LGS) 2018 in Bad Gandersheim sollten hierbei berücksichtigt und ggf. genutzt werden.

 

Projekt Koppelwiese

Im Herbst 2016 nahm die Idee einer Renaturierung der Koppelwiese als Bindeglied zwischen dem Kurgebiet im Norden der Stadt und dem Kloster Brunshausen konkrete Züge an. Christian Hattenbach, Student der Geographie, konnte im Rahmen eines Praktikums bei der Stadt dafür gewonnen werden, ein Konzept zu entwickeln, das im Sinne der LEADER-Richtlinie als förderfähig einzustufen ist. In Kooperation mit Dr. Trude Poser sowie weiteren Mitgliedern von ZuGANg konnte im November dem Stadtentwicklungsausschuss eine erste Konzept-Fassung vorgelegt werden, die für eine Beantragung auf LEADER-Fördermittel verabschiedet wurde.

Kurz vor und nach Weihnachten 2016 entbrannte im Gandersheimer Kreisblatt durch einige Leserbriefe eine Kontroverse, die das Konzept in seiner grundsätzlichen Zielsetzung betrifft. Die Idee, die derzeit stark zugewachsene, der Sukzession anheim gegebene Fläche durch Großherbivoren (sprich Huftiere, konkret Exmoorponys oder Heckrinder) beweiden zu lassen, bedarf offenbar noch einer ausführlicheren fachlichen Diskussion. Ebenso steht dem Konzept der Einwand entgegen, die Koppelwiese einfach sich selbst zu überlassen. Dies widerspricht der eigentlichen Zielsetzung, dieses etwa 10 ha große Landschaftsschutzgebiet wieder in einen artenreichen und für Besucher attraktiven Lebensraum zu verwandeln, der sowohl für die nachgewiesene Amphibien-Fauna als auch für die Avifauna möglichst optimale Lebensbedingungen in einer halboffenen Weidelandschaft mit Wasserbiotop bieten kann.